chore(release): bump version to 0.9.0 and update docs
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# Threat Model & Sicherheitsarchitektur von Sanctum
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Dieses Dokument beschreibt das Bedrohungsmodell, die Sicherheitsannahmen und die Schutzmechanismen von **Sanctum v0.8.0** im reinen Userland-Betrieb.
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Dieses Dokument beschreibt das Bedrohungsmodell, die Sicherheitsannahmen und die Schutzmechanismen von **Sanctum v0.9.0** im reinen Userland-Betrieb.
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@@ -102,3 +102,27 @@ Wird der Rechner abrupt stromlos gemacht (`Hard Reset`), stürzt das Betriebssys
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- **Datenintegrität**: Beim nächsten Öffnen des Containers führt SQLite automatisch ein WAL-Recovery durch, wodurch keine Daten verloren gehen und die Metadaten-Authentifizierung (K-01) intakt bleibt.
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- **Forensische Sichtbarkeit**: Ein Angreifer kann aus der Existenz und Dateigröße der `-wal`-Datei ablesen, dass vor dem Absturz Schreiboperationen stattgefunden haben und wie viele Bytes modifiziert wurden.
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- **Flash-Wear-Leveling**: Auf SSDs/NVMe-Speichern können gelöschte Dateisystem-Sektoren bis zur TRIM-Bereinigung physisch im Flash-Speicher existieren. Für maximale OpSec empfiehlt Sanctum die Ablage von Containern auf vollverschlüsselten Host-Laufwerken (BitLocker / LUKS) oder RAM-Disks.
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## 6. Hidden Vault Carrier-Dateisystem & Redundanzmodell (Format V2)
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### 6.1 Redundanzhierarchie: Superblock vs. Inode-Pages
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Mit Sanctum v0.9.0 führt der Hidden Vault das Carrier-Format V2 (Paged Manifest) ein. Das Redundanzmodell unterscheidet bewusst zwischen Metadaten-Knotenpunkten und Inode-Seiten:
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1. **Carrier-Superblock (Vollständige Redundanz auf Block 0 & Block 1)**:
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- Der Superblock enthält die essenziellen Dateisystem-Parameter (`root_id`, `next_inode_id`, `free_blocks`, `page_block_indices`) sowie einen monotonen Generationszähler (`manifest_generation`) und CRC32-Prüfsummen.
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- Er wird abwechselnd auf Block 0 und Block 1 geschrieben (rollierendes C-02-Schema). Ist einer der beiden Blöcke beschädigt oder unvollständig geschrieben, stellt Sanctum den Superblock transparent aus dem intakten Block wieder her.
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2. **Inode-Pages (Dynamisch allokiert, nicht redundant dupliziert)**:
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- Inodes werden in 1-MB-Seiten (`CarrierInodePage`, Magic `SANCTPAG`) im normalen Träger-Blockpool gespeichert.
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- Zur Maximierung der nutzbaren Speicherkapazität werden Inode-Pages **nicht** blockweise gespiegelt. Stattdessen schützt Sanctum die Konsistenz über Fail-Soft-Isolation (D-01): Fällt eine einzelne Seite durch Bitrot oder Entschlüsselungsfehler aus, wird ausschließlich diese Seite übersprungen. Das restliche Dateisystem bleibt vollständig mountbar und lesbar.
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- Erkannte Seitenbeschädigungen werden beim Mounten und in den Systemlogs (`corrupted_pages`) unübersehbar gemeldet.
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### 6.2 Pfadauflösungs- und DoS-Schutz (`children_index`, D-02)
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- Bei sehr großen Dateisystemen (>10.000 Inodes) führt eine lineare Suche über alle Inodes bei jedem Pfadsegment zu quadratischer Laufzeitkomplexität ($O(N)$ pro Segment).
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- Sanctum v0.9.0 hält einen In-Memory-Sekundärindex (`children_index: HashMap<i64, Vec<i64>>`), der Pfadauflösungen auf $O(\text{Geschwister})$ reduziert. Dies verhindert CPU-Erschöpfungs-Angriffe (ReDoS/Algorithmic Complexity Attacks) beim Traversieren tiefer Verzeichnisstrukturen.
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### 6.3 Speicherallokationsgrenzen & Transaktionssicherheit (D-03, D-05)
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- **Vorabprüfung bei Migration (D-03)**: Bei der transparenten Konvertierung alter V1-Manifeste nach V2 prüft Sanctum vorab, ob ausreichend freie Trägerblöcke vorhanden sind. Reicht der Speicherplatz nicht aus, wird der Speichervorgang ohne Beschädigung des V1-Containers abgebrochen.
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- **Kryptografische Blockfreigabe (D-05)**: Werden Inodes gelöscht und Inode-Pages überflüssig, werden die freigegebenen Trägerblöcke sofort mit CSPRNG-Rauschen überschrieben (`shred_carrier_block`), bevor sie an den Freispeicher-Pool zurückgegeben werden.
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Reference in New Issue
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