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    Sanctum v0.9.6 (Windows & Linux x86_64)
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    Stable

    harald released this 2026-10-21 12:58:26 +02:00 | 1 commits to main since this release

    [0.9.6] - 2026-10-21

    Windows Cloud Files Engine (cldapi.dll) & Userland-Fallback ohne WebClient

    Dieses Release macht sanctum mount unter Windows unabhängig vom Windows-Dienst WebClient (mrxdav.sys), sodass Container auch dann als regulärer Laufwerksbuchstabe (z. B. S: oder Z:) im Windows Explorer eingebunden werden können, wenn WebClient durch Gruppenrichtlinien oder die Systemadministration deaktiviert (Disabled) wurde – komplett im Userland und ohne Administratorrechte:

    • Native Windows Cloud Files API (src/cloudfiles.rs):
      • Verbindet SanctumFs direkt mit der in Windows 10/11 integrierten Cloud-Filter-Engine (cldapi.dll / cldflt.sys) und weist das Staging-Verzeichnis via DefineDosDeviceW (DDD_NO_BROADCAST_SYSTEM + SHChangeNotify) dem gewünschten oder automatisch gewählten freien Laufwerksbuchstaben (--drive bzw. Z: abwärts) zu.
      • 0-Byte Placeholders: Beim Einbinden werden mittels CfCreatePlaceholders ausschließlich 0-Byte-Platzhalterdateien angelegt; es befindet sich beim Start kein entschlüsselter Dateiinhalt auf dem Host-Datenträger.
      • On-Demand Hydration (CF_CALLBACK_TYPE_FETCH_DATA): Erst beim Öffnen/Lesen einer Datei entschlüsselt Sanctum die angeforderten 1-MB-Chunks live aus SanctumFs (regulärer Tresor sowie versteckter CarrierFs-Tresor), überträgt sie via CfExecute an den Kernel und nullt den temporären Puffer (Zeroizing).
      • Bidirektionale Synchronisation, Auto-Dehydration & CSPRNG-Shredding:
        • Neue, geänderte oder gelöschte Dateien und Ordner auf dem Laufwerk werden unter Einhaltung des Anti-Leak Shields und des Carrier-Schutzes laufend in den verschlüsselten Container zurückgeschrieben.
        • Nicht mehr genutzte hydrierte Dateien werden nach Inaktivität automatisch via CfDehydratePlaceholder wieder auf 0 Bytes dehydriert.
        • Beim Aushängen (unmount, Ctrl+C, Sitzungssperre oder Idle-Timeout) werden etwaige auf Disk liegende Dateibytes mit kryptografischem Zufallsrauschen (OsRng) überschrieben (geshreddet) und das Staging-Verzeichnis samt Laufwerksbuchstaben restlos entfernt.
    • Dreistufiges Mount-Backend (--backend auto|cloudfiles|webdav) & ETW-Service-Trigger:
      • auto (Standard): Prüft ohne Administratorrechte den Status des Dienstes WebClient. Ist er lediglich gestoppt (Manual), weckt Sanctum ihn automatisch per Userland-ETW-Trigger (22b6d684-fa63-4578-87c9-effcbe6643c7) auf. Ist WebClient administrativ deaktiviert (Disabled) oder schlägt WNetAddConnection2W fehl, wechselt Sanctum nahtlos auf die CloudFilesSession auf demselben Laufwerksbuchstaben.
      • cloudfiles: Erzwingt das direkte Einbinden über cldapi.dll + DefineDosDeviceW ohne WebClient (z. B. auch zur Umgehung des 4-GB-Limits von WebClient).
      • webdav: Erzwingt das klassische Einbinden über WNetAddConnection2W.
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