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sanctum/CHANGELOG.md
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harald fba7f305e3
Sanctum Release / Build & Test (Windows x86_64) (push) Waiting to run
Sanctum Release / Sign & Release (push) Blocked by required conditions
release: v0.7.2 — Security Audit Remediation (SA-01 bis SA-07)
- SA-01: Container-DoS / KDF-Amplification Schutz mit Pre-KDF Validierung, max 2 Slots (nur 0 und 1), Slot 0 Pflicht und strikten BLOB-Laengen
- SA-02: Release-Signierung in CI entkoppelt (getrennte build und sign-and-release Jobs, Secret-Isolation)
- SA-03: Pinned Download-Integritaet fuer minisign.exe in CI via SHA-256
- SA-04: Immutable Action-Pinning (@sha) und Toolchain-Pinning (1.85.0) in CI
- SA-05: Session-Token vollstaendig aus URIs verbannt (403 Forbidden bei Vorkommen im Pfad/Query)
- SA-06: Constant-Time Token- und Auth-Vergleiche via subtle::ConstantTimeEq
- SA-07: Dokumentations-Klarstellung bzgl. logischem Shredding vs. physischer SSD/FTL/CoW-Persistenz
2026-09-18 23:40:35 +02:00

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# Changelog
Alle nennenswerten Änderungen an diesem Projekt werden in dieser Datei dokumentiert.
Das Format basiert auf [Keep a Changelog](https://keepachangelog.com/de/1.1.0/)
und dieses Projekt folgt den Richtlinien von [Semantic Versioning](https://semver.org/lang/de/).
## [0.7.2] - 2026-09-18
### Security Audit Remediation Release (Findings SA-01 to SA-07)
Dieses Release behebt alle sieben identifizierten Schwachstellen und Härtungsanforderungen (SA-01 bis SA-07) aus dem Security-Audit von v0.7.1.
#### Security & Architecture
- **SA-01: Container-DoS / KDF-Amplification Schutz**:
- Pre-KDF strukturelle Validierung in `Database::open`, `read_slots`, `ContainerMeta::authenticate` und `recovery::to_meta`.
- Striktes Limit: Maximal 2 Slots (`slots.len() <= 2`), nur Slot-IDs 0 und 1 zulässig, Erkennung von Duplikaten, Slot 0 ist Pflicht.
- Strikte Validierung aller BLOB-Längen (Salt: 16 B, Nonce: 12 B, Tag: 16 B, Wrapped DEK: 32/40 B für Slot 0, 32/64/72 B für Slot 1) und KDF-Parametergrenzen vor jeder Argon2id-Ableitung (`derive_kek`).
- **SA-02: Release-Signierung entkoppelt & CI-Secrets isoliert**:
- Trennung des CI/CD-Release-Workflows (`release.yaml`) in separate `build`- und `sign-and-release`-Jobs.
- Das Secret `MINISIGN_SECRET_KEY` ist strikt auf den nachgelagerten Signatur-Job isoliert und für Build-/Test-Runner unzugänglich.
- **SA-03: Pinned Download-Integrität für `minisign.exe`**:
- SHA-256 Integritätsprüfung des offiziellen Minisign v0.11 Downloads (`b9c31c2c3034f81f0e5f5d92cbcc20e67a9671b6e5455661588638848dc58031`) im CI-Workflow vor dem Entpacken und Ausführen (Fail-Closed).
- **SA-04: Immutable Action-Pinning & Toolchain-Pinning**:
- Alle externen GitHub/Gitea-Actions im Release-Workflow auf unveränderliche Commit-SHAs (`@<sha>`) fixiert.
- Rust-Toolchain explizit auf Version `1.85.0` gepinnt.
- **SA-05: Session-Tokens vollständig aus URIs verbannt**:
- Eingehende WebDAV-Requests, deren URI das Session-Token in Pfad oder Query-String enthalten (`/<token>/...` oder `?token=...`), werden sofort mit `403 Forbidden` abgewiesen.
- Authentifizierung wird strikt über HTTP-Header (`Authorization: Basic ...` oder `X-Sanctum-Token: ...`) erzwungen.
- **SA-06: Constant-Time Token-Vergleich**:
- Integration von `subtle::ConstantTimeEq` für zeitinvariante Vergleiche von Basic-Auth-Credentials und Session-Tokens zum Schutz vor Timing-Seitenkanalangriffen.
- **SA-07: Dokumentations-Klarstellung: Logische vs. Physische Datenlöschung**:
- Präzisierung im `README.md` und Code-Docstrings bzgl. der Grenzen des kryptografischen Chunk-Shreddings: Auf Flash-Medien (SSDs/NVMe) können Wear-Leveling und FTL-Blöcke physisch persistieren. Empfehlung zur Nutzung von Full-Disk-Encryption (FDE).
## [0.7.1] - 2026-09-18
### Security Patch Release (Closing Gaps R-01 to R-06)
Dieses Release schließt sechs identifizierte Restlücken (R-01 bis R-06) aus dem Security-Review von v0.7.0 und härtet Authentifizierung, Prozessisolation, Carrier-Integrität und CI/CD-Sicherheit.
#### Security & Architecture
- **R-01: Bereinigung verbliebener Restbehauptungen in Doku und Code**:
- `LEGAL.md`: Das „100% Offline“-Versprechen wurde präzisiert. Es wird wahrheitsgemäß dokumentiert, dass keine Telemetrie oder stilles Phone-Home existiert, der Befehl `sanctum upgrade` (und `--check`) jedoch bei explizitem Nutzeraufruf die Release-API des konfigurierten Gitea-Hosts anspricht.
- Entfernung aller verbliebenen Formulierungen über unnachweisbare Abstreitbarkeit ("Plausible Deniability") oder RIPA 49.
- Neutralisierung der Nutzer- und Entwicklerdokumentation bezüglich der Alibi-Trägerdatei im Decoy-Vault.
- **R-02: Lückenloser Schutz der Trägerdatei in VFS und Sync**:
- `SanctumFs::copy`: Das Duplizieren der Trägerdatei als Quelle sowie das Überschreiben als Ziel wird nun mit `FsError::Forbidden` fail-closed abgewehrt.
- `sanctum sync` (Pull): `sync_single_file_to_host` verweigert den Abzug der Trägerdatei via `assert_not_carrier`. Der rekursive Pull-Vorgang (`collect_and_pull_dir`) überspringt die Trägerdatei vollständig und spiegelt sie nicht auf den Host.
- `sanctum sync` (Push): Verhindert das Überschreiben der bestehenden Trägerdatei durch Push-Operationen.
- **R-03: Vereinheitlichte Validierung von Dateinamen (Path-Traversal & Gerätenamen)**:
- Auslagerung der kanonischen Prüffunktion `validate_node_name` in das gemeinsame Modul `src/pathutil.rs`.
- Durchgängige Durchsetzung in `storage.rs` (`create_node_in_vault`, `rename_node_in_vault`) und `vfs.rs` (`create_node`, `rename_node`).
- Strikte Zurückweisung von Pfadtrennern, Null-Bytes, Steuerzeichen, Verzeichnisreferenzen (`.`, `..`) und reservierten Windows-Gerätenamen (`CON`, `PRN`, `AUX`, `NUL`, `COM1..9`, `LPT1..9`).
- **R-04: Fail-Closed Release-Packaging und CI/CD-Signaturpflicht**:
- `package-release.ps1` und `package-release-linux.ps1`: Das Fehlen von `minisign.exe` oder `sanctum-release.key` bricht die Paketerstellung sofort mit `exit 1` ab (kein Warning-and-continue mehr).
- `publish-release.ps1`: Bricht die Veröffentlichung mit Fehler ab, wenn `SHA256SUMS.txt.minisig` fehlt.
- `.gitea/workflows/release.yaml`: Automatischer Minisign-Signaturschritt mittels Secret `MINISIGN_SECRET_KEY` und Pflicht-Upload von `SHA256SUMS.txt.minisig` zu jedem Gitea-Release.
- **R-05: Beseitigung von Session-Token im Argumentvektor (argv)**:
- Windows Netzlaufwerk-Mounting: Vollständige Umstellung von externem `net use` Kindprozess auf die in-process Win32-APIs `WNetAddConnection2W` und `WNetCancelConnection2W` (aus `mpr.dll`). Das Session-Token wird als Passwort übergeben; die Remote-URL `http://127.0.0.1:<port>/` enthält kein Token mehr im Prozess-Argumentvektor oder in der Prozessliste.
- Linux: Beseitigung des Tokens aus `gio mount` Argumenten.
- WebDAV HTTP-Middleware: Unterstützung von HTTP Basic Auth (`Authorization: Basic <base64>`), `X-Sanctum-Token`-Header und Pfad-Präfix-Fallback (`/<token>/`). Unauthentifizierte Anfragen werden mit standardkonformem `401 Unauthorized` und `WWW-Authenticate: Basic realm="Sanctum"` beantwortet; ungültige Host-Header mit `403 Forbidden`.
- **R-06: Speicher-Hygiene bei Notfallschlüsseln**:
- In `src/main.rs` wird die Umgebungsvariable `SANCTUM_RECOVERY_KEY` nach dem erfolgreichen Einlesen sofort mittels `std::env::remove_var` aus dem Prozessspeicher entfernt.
## [0.7.0] - 2026-09-18
### Security Hardening Release
Dieses Release behebt alle 11 identifizierten Sicherheitsprobleme (S-01 bis S-11) aus dem Sicherheits-Review von v0.6.0 umfassend und implementiert ein striktes Fail-Closed-Design.
#### Security & Architecture
- **S-01: Ehrliche Neuklassifizierung des Dual-Vault (Second Safe)**:
- Beseitigung aller unhaltbaren Behauptungen über "Plausible Deniability", "RIPA-49-Konformität" und "mathematische Ununterscheidbarkeit".
- Klarstellung in Dokumentation und CLI: Das Dual-Vault-Design (Modell A mit Alibi-Carrier) bietet Schutz vor Schulterblick und erzwungener Herausgabe im Alltag, ist jedoch durch forensische Entropieanalyse der Trägerdatei detektierbar und stellt keinen rechtlichen Schutz gegen Beschlagnahme dar.
- **S-02: Minisign-Signaturprüfung & Härtung des Update-Mechanismus**:
- Integration von `minisign-verify` zur kryptografischen Prüfung der `SHA256SUMS.txt.minisig` gegen den offiziellen Ed25519 Release-Schlüssel (`RWSsVphPgr8157M9rTPkWDw3c0qIjc7xi28Gmw+cIWbMipOy4L6ToJEU`) vor jedem Binary-Austausch.
- Sichere Erstellung von Zwischendateien mittels `tempfile::Builder` mit restriktiven Dateirechten und RAII-Bereinigung im Fehlerfall.
- Sperrung von Drittanbieter-URLs: Inoffizielle Server erfordern zwingend das Flag `--insecure-url` und eine interaktive Benutzerbestätigung (nicht durch `--yes` umgehbar).
- **S-03: Carrier-Schutz vor Beschädigung und Korruption**:
- Einführung der Datenbankspalte `is_carrier INTEGER NOT NULL DEFAULT 0` in der `nodes`-Tabelle zur präzisen Identifikation der Alibi-Trägerdatei ohne False Positives auf Benutzerdateien.
- Fail-Closed Schutzschranke `assert_not_carrier`: Löschung (`delete_node`), Kürzung (`truncate_chunks_after`), Umbenennung (`rename_node_in_vault`) oder VFS-Überschreibung der Trägerdatei sowie das Löschen enthaltender Ordner wird strikt verboten.
- Schutz der Trägerdatei bei `sanctum sync`: Die Alibi-Datei wird bei `--delete` (`delete_orphans_in_vault`) niemals entfernt.
- **S-04: Schutz vor nicht vertrauenswürdigen Containern & KDF-DoS**:
- `Database::open` prüft vor Ausführung von Pragmas, VACUUM oder Schema-Upgrades, ob fremde SQLite-Datenbanken vorliegen und lehnt diese sofort fail-closed ab.
- Strikte Bereichsprüfung aller KDF-Parameter (`validate_kdf_params`): Memory Cost 19 MiB bis 256 MiB, Time Cost 2 bis 8, Parallelität 1 bis 8.
- Strikte Validierung aller Header-Slot-Feldlängen (Salt 16B, Nonce 12B, Tag 16B, Wrapped DEK 40B/32B in Slot 0, 72B/64B/32B in Slot 1).
- **S-05: Eliminierung unkontrollierter Panics in der Kryptografie**:
- Beseitigung aller potenziellen Panics in `encrypt_node_name` und `decrypt_chunk` (LZ4-Größenvalidierung und unkomprimierte Chunks geben nun kontrollierte `Result`-Fehler zurück).
- Umstellung des Release-Profils in `Cargo.toml` auf `panic = "unwind"` zur Vermeidung von Process-Aborts bei unerwarteten Fehlern.
- **S-06: WebDAV-Loopback-Härtung & Unmount-Bereinigung**:
- Robuste Host-Header-Prüfung in `is_loopback_host` (exakter Abgleich gegen `127.0.0.1`, `localhost`, `[::1]`, `::1` samt Port-Validierung) zur Abwehr von DNS-Rebinding- und Host-Header-Injection-Angriffen.
- Beseitigung der Session-Token-Ausgabe im Terminal.
- Zwingende Überprüfung und Löschung von temporären SQLite `-wal` und `-shm` Dateien nach Aushängen des Containers.
- **S-07: Härtung der KDF-Parameter & Passwort-Validierung**:
- Anhebung der KDF-Untergrenzen auf RFC 9106 Mindeststandards (Memory 19.456 KiB, Time Cost 2).
- Mindestpasswortlänge von 12 Zeichen bei `init` und `passwd`.
- Verbot identischer Passwörter oder Präfix-Kollisionen zwischen Standard- und Hidden-Vault.
- **S-08: Path-Traversal-Schutz & Dateinamen-Validierung**:
- Umfassende Dateinamenprüfung `validate_node_name` in `sanctum sync` und VFS: Verbot von Pfadtrennern (`/`, `\`), Null-Bytes, Steuerzeichen (< 0x20), `.` / `..` sowie reservierten Windows-Gerätenamen (`CON`, `PRN`, `AUX`, `NUL`, `COM1..9`, `LPT1..9`).
- Strenge Pfadausbruchsprüfung bei `sync pull`.
- **S-09: Sichere Einlesung von Wiederherstellungsschlüsseln**:
- CLI-String-Übergabe von 24-Wort Notfallschlüsseln via `--recovery-key <PHRASE>` ist veraltet (Deprecation Warning).
- Unterstützung für interaktive maskierte Eingabe (kein History-Leak), Stdin (`--recovery-key -`) und Umgebungsvariable `SANCTUM_RECOVERY_KEY`.
- **S-10: SHA-256 Checksummenprüfung in Sync & WAL-Sicherheit**:
- Echte SHA-256 Hash-Vergleiche bei `sanctum sync --checksum`.
- Atomare SQLite-Transaktionen und garantierte WAL-Bereinigung.
- **S-11: Sichere Trennung bei Dateinamen-Entschlüsselung**:
- Unsicherer statischer Fallback-Schlüssel (`b"SANCTUM_NODE_NAME"`) ist standardmäßig deaktiviert.
- Abwärtskompatibilität für Alttresore nur noch bei expliziter Angabe des globalen CLI-Flags `--legacy-names`.
## [0.6.0] - 2026-09-16
### Added
- **`sanctum upgrade` (Alias: `sanctum update`) - In-Place Self-Upgrade Engine**:
- Ermöglicht das direkte Aktualisieren der laufenden Sanctum-Binary ohne externe Paketmanager oder manuelle Download-Schritte.
- **Plattformunabhängiger In-Place-Austausch**: Löst das Windows-Dateilock-Problem (`ERROR_ACCESS_DENIED`) via `self-replace` (Umbenennen der laufenden Executable und verzögerte Bereinigung). Auf Linux/Unix wird ein sauberer atomarer Tausch mit Ausführungsrechten (`0o755`) durchgeführt.
- **Kryptografische Integritätsprüfung**: Vor dem Austausch wird jedes heruntergeladene Binary zwingend gegen die offizielle `SHA256SUMS.txt` des Gitea-Releases via SHA-256 verifiziert. Bei Abweichungen bleibt die bestehende Installation vollständig unberührt.
- **Prüfmodus (`--check` / `-c`)**: Schneller Abgleich mit der Gitea-Releases-API zur Feststellung, ob ein Update vorliegt, ohne Downloads durchzuführen.
- **Automatisierungsmodus (`--yes` / `-y`)**: Führt das Upgrade ohne interaktive Bestätigung durch ideal für geplante Aufgaben und Skripte.
- **Force-Option (`--force` / `-f`)**: Erlaubt das Erzwingen einer Neuinstallation / Aktualisierung auch bei gleicher Version oder erkannter Paketmanager-Umgebung.
- **Paketmanager-Erkennung**: Erkennt automatisch, ob Sanctum über Scoop oder Winget ausgeführt wird, und empfiehlt den entsprechenden Paketmanager-Befehl (`scoop update sanctum` bzw. `winget upgrade HaraldPansi.Sanctum`).
- **Testsuite**:
- `tests/upgrade_test.rs`: 5 neue Tests zur Verifikation von Checksum-Parsing, SemVer-Vergleich, Paketmanager-Erkennung, SHA-256 Hash-Validierung und Gitea Release API-JSON-Deserialisierung.
## [0.5.0] - 2026-09-16
### Added
- **`sanctum sync` - Native rsync-ähnliche Synchronisation**:
- Bidirektionale Synchronisation (`Push`: Host -> Tresor, `Pull`: Tresor -> Host) direkt auf SQLite- und VFS-Ebene unter vollständiger Umgehung des WebDAV-Layers.
- **Beseitigung des 4-GB-Dateilimits**: Löst das fundamentale Problem des Windows WebClient-Dienstes (`mrxdav.sys`), welcher systembedingt auf 32-Bit Dateigrößen (~4 GB - 1 Byte / Fehler `0x800700DF`) beschränkt ist. Sanctum streamt nun Dateien beliebiger Größe (5 GB, 50 GB, 500 GB+) in 1 MB Chunks mit AES-256-GCM direkt in/aus den Tresor.
- **Dry-Run-Simulation (`--dry-run` / `-n`)**: Ermöglicht die risikolose Vorschau aller auszuführenden Aktionen (Hinzufügen, Aktualisieren, Löschen, Überspringen) samt Datenmengen-Berechnung, ohne tatsächliche Änderungen am Ziel durchzuführen.
- **Spiegelung & Verwaiste Dateien bereinigen (`--delete`)**: Unterstützt das automatische Löschen von Dateien im Ziel, die in der Quelle nicht mehr existieren, für exakte Ordnerspiegelungen.
- **Inhaltsbasierte Hash-Prüfung (`--checksum` / `-c`)**: Optionaler byteweiser SHA-256 Inhaltsvergleich anstelle des schnellen Größen-/mtime-Prüfverfahrens.
- **Ausschlussmuster (`--exclude <PATTERN>`)**: Unterstützung für flexible Glob-Muster zum Ignorieren temporärer Dateien, Downloads oder System-Metadaten (z. B. `*.crdownload`, `*.tmp`, `Thumbs.db`).
- **Quiet-Modus (`--quiet` / `-q`)**: Ermöglicht lautlose Ausführung für Skripte und geplante Aufgaben mit knapper Zusammenfassungsstatistik.
- **Metadaten-Konservierung**: Erhaltung und Übertragung präziser Datei-Modifikationszeitstempel (`mtime`) in beide Richtungen.
- **Integrationstests**:
- `tests/sync_test.rs`: Umfassende automatisierte Testabdeckung für Push/Pull, Multi-Chunk Großdateien, Fast-Delta-Check, Dry-Run-Invarianz, `--delete` und `--exclude`.
## [0.4.1] - 2026-09-14
### Fixed
- **Linux Mount-Stabilität & Signal-Handling**:
- Behebung eines sofortigen automatischen Aushängens direkt nach erfolgreichem Mount unter Linux: Windows-spezifische Kontrollkanäle (Console-Close, Session-Lock, System-Tray) wurden auf Nicht-Windows-Systemen sofort geschlossen, wodurch `tokio::select!` über `None` vorzeitig ausgelöst wurde.
- Plattform-spezifische Aufteilung der `tokio::select!`-Ereignisschleife: Unter Linux/Unix wird nun sauber auf POSIX-Terminierungssignale (`SIGINT`, `SIGTERM`, `SIGHUP`) gelauscht.
- Defensives Pattern-Matching mit `Some(()) = rx.recv()` stellt sicher, dass geschlossene Kanäle keine unberechtigten Shutdowns mehr auslösen können.
- Automatisches Öffnen via `xdg-open` auf Linux vorerst unterdrückt.
## [0.4.0] - 2026-09-10
### Added
- **Distribution & Package Ecosystem**:
- Offizielles Scoop-Manifest (`packages/scoop/sanctum.json`) für One-Click CLI-Installation und nahtlose Upgrades unter Windows.
- Windows Package Manager (Winget) Manifest (`packages/winget/HaraldPansi.Sanctum.yaml`) zur systemweiten Paketverwaltung.
- Vollständiger Installations-Leitfaden (`INSTALL.md`) für Scoop, Winget, Standalone-Binaries und `cargo install`.
- **Cross-Platform Architektur (Linux & macOS Vorbereitung)**:
- Neues Plattform-Abstraktionsmodul `src/platform/mod.rs` für OS-unabhängiges Speicherschutz- und Mount-Handling.
- POSIX-Memory-Hardening mit `mlock` und `munlock` Systemaufrufen für Unix-Systeme.
- Plattformübergreifendes Datei- und Ordneröffnen (`explorer.exe` unter Windows, `xdg-open` unter Linux, `open` unter macOS).
- Native WebDAV-VFS-Einbindung für Linux GNOME/KDE via `gio mount`.
- **Chaos Engineering & Live-Crash-Resilienz**:
- `tests/live_crash_resilience_test.rs`: Umfassende automatisierte Stresstests mit Multi-Worker Schreibabbrüchen, asynchronen Panic-Simulationen und Validierung der SQLite WAL-Konsistenz (Null Korruption).
- **Legal, Compliance & Software Bill of Materials (SBOM)**:
- `LEGAL.md`: Rechtliche Leitlinien, US EAR § 742.15(b) & EU Dual-Use Exportkontroll-Klassifizierung, DSGVO Art. 25 Zero-Data-Erklärung und Haftungsausschluss nach § 521 BGB.
- `THIRD_PARTY_LICENSES.md`: Lückenloses Lizenzaudit aller 231 Abhängigkeiten (100% permissive Lizenzen, 0% Copyleft) zur strikten Compliance mit Apache-2.0 Section 4.
- Aufnahme von `LEGAL.md` und `THIRD_PARTY_LICENSES.md` in das offizielle Release-Distributionsarchiv (`package-release.ps1`).
- **Statisches Linux Single-Binary (`x86_64-unknown-linux-musl`)**:
- 100% statisch gelinktes Linux-Binary ohne GLIBC-Abhängigkeiten via Zig-Cross-Toolchain.
- Neues Linux-Distributionsarchiv `sanctum-v0.4.0-linux-x86_64.tar.gz` inklusive Dokumentation und Prüfsummen.
- Native Freedesktop `.desktop`-Datei und MIME-Type-Integration (`application/x-sanctum`) via `sanctum register`.
- **OpSec & Disaster Recovery UX**:
- `QUICKSTART.md`: Druckbare 24-Wörter BIP-39 Notfallkarte zur sicheren analogen Verwahrung des Notfallschlüssels (Air-Gapped Vault Paper Backup).
## [0.3.1] - 2026-09-10
### Added
- **Human Factors & OpSec-UX (HF-01 bis HF-04)**:
- Maskierte interaktive Notfallschlüssel-Eingabe: `--recovery-key` ohne CLI-Argument liest die 24 BIP-39-Wörter via `rpassword` ein, ohne Klartextspuren in der PowerShell-Historie (`ConsoleHost_history.txt`) zu hinterlassen.
- BIP-39 Resilienz & Tippfehler-Diagnose: Automatische String-Normalisierung (Kleinschreibung, Whitespace- und Satzzeichenbereinigung) sowie Levenshtein-Kandidatenvorschläge ($\le 2$ Distanz) bei Eingabefehlern.
- Stealth-Mount Modus (`--stealth` / `-s`): Vollständig lautloser Betrieb ohne Banner, Token-Ausgabe, Mount-Pfade oder Box-Rahmen.
- VFS Carrier-Schutz im Decoy-Vault: Umfassender Lösch-, Schreib-, Truncate- und Umbenennungsschutz der Alibi-Trägerdatei (`FsError::Forbidden`) bei Zugriff über Slot 0.
- **Chaos Engineering & Crash-Resilienz (CHAOS-01 bis CHAOS-03)**:
- Transaktionale Crash-Consistency (CHAOS-01): Bündelung von Chunk-Write und Dateigrößen-Aktualisierung (`write_chunk_and_update_size`) in einer einzigen atomaren SQLite-Transaktion (`tx.commit()`) für vollständige Resilienz gegen plötzlichen Stromausfall.
- Path Fuzzing & Injection Guard (CHAOS-02): Strikte Validierung aller VFS-Pfade und Knotennamen gegen Null-Bytes (`\0`) und ASCII-Steuerzeichen ($< 0x20$).
- Fault Recovery bei Disk Full (CHAOS-03): Sofortige Invalidierung des In-Memory-Chunk-Caches bei Schreibfehlern zur Vermeidung kaskadierender Drop-Panics bei vollem Zieldatenträger.
- **DFIR & Windows Host-Memory Hardening**:
- Win32 `VirtualLock` Speicherschutz: Physische Verriegelung des Root-DEK im RAM zur Unterbindung von Auslagerungen in `pagefile.sys` oder `swapfile.sys`.
- Windows Defender Controlled Folder Access (CFA / Ransomware-Schutz) Diagnose mit gezielter Hilfestellung.
### Changed
- **Visuelle Parität & Plausible Deniability beim Mounten (HF-01)**:
- Beseitigung verräterischer Konsolenausgaben (magenta hervorgehobene Hinweise auf Hidden Vault / Slot 1) und Harmonisierung des Explorer-Verhaltens für beide Safes.
- Vereinheitlichung der Ausgaben von `sanctum verify` und `sanctum recovery-key` zur Vermeidung von Rückschlüssen auf vorhandene Hidden-Vault-Slots.
- Interaktiver Assistent für `sanctum restore-header` bei Aufruf ohne CLI-Parameter.
## [0.3.0] - 2026-09-09
### Added
- **Modell A: Steganografischer Carrier & Plausible Deniability Phase 2**:
- Zwei-Schichten-AEAD (`DEK_0` + `DEK_1`) zur vollständigen Abwehr von Chunks-Accounting-Angriffen.
- Physische Dateigrößen-Invarianz: Versteckte Schreibvorgänge verändern die Host-Dateigröße um exakt 0 Bytes.
- Virtuelles Carrier-Dateisystem (`CarrierFs`) mit reserviertem Block 0 für Manifest und Block-Allokationsbitmap.
- Schreib-, Lösch- und Umbenennungsschutz der Alibi-Trägerdatei im Decoy-Mount (`FsError::Forbidden`).
- **CLI & Disaster Recovery Erweiterungen**:
- `sanctum backup` & `sanctum restore`: Dedizierte CLI-Befehle für konsistente Online-Sicherungen.
- `sanctum restore-header --slot <0|1>`: Gezielte Wiederherstellung für Decoy- oder Hidden-Vault-Header.
- `sanctum init --carrier-file <NAME> --carrier-size <MB>`: Frei konfigurierbare Alibi-Trägerdatei mit forensischen Sicherheitsprüfungen.
- **SRE & Production Resilience**:
- Nativer Win32 `SetConsoleCtrlHandler`: Synchrones Aushängen und WAL-Checkpointing bei Schließen des Konsolenfensters (`CTRL_CLOSE_EVENT`, `CTRL_LOGOFF_EVENT`, `CTRL_SHUTDOWN_EVENT`).
- Stale Mount Self-Healing: Automatische Erkennung und Bereinigung verwaister Windows-Netzlaufwerke (Systemfehler 85).
- Automatische Erkennung und Diagnosehilfe für den Windows `WebClient`-Dienst (Fehler 67).
- **Red Team & Threat Model Hardening**:
- WebDAV Loopback Protection: Dynamisches 128-Bit Session-Token im URL-Pfad (Schutz vor unprivilegierten lokalen Prozessen & CSRF).
- Anti-DNS-Rebinding & Anti-Spoofing: Strikte Fail-Closed Host-Header-Validierung.
- Anti-Slowloris & Connection Limiting: Begrenzung auf maximal 64 gleichzeitige WebDAV-Verbindungen und 15s Header-Read-Timeout.
- Decompression-Bomb-Schutz: Strikter 1-MB-Größen-Guard vor LZ4-Dekomprimierung zur Vermeidung von Speichererschöpfung (CWE-400).
- Verzeichnis-Hijacking-Schutz: Dynamische Bindung verschlüsselter Knotennamen an die `parent_id` via AEAD-AAD.
- Vollständige RAM-Zeroization: Schutz sensibler Daten im Heap via `zeroize::Zeroize` bei Puffer-Swaps und `Drop`.
### Changed
- Standardname der Trägerdatei auf forensisch plausiblen Typ `system_backup.dat` geändert.
- Heap- und Schreiboptimierung: Reduzierung der CSPRNG-Padding-Generierung auf den tatsächlichen Slack-Bereich (~30-fache Schreibbeschleunigung).
- Inaktivitäts-Tracking: `self.touch()` reagiert nur noch auf echte I/O-Interaktionen (`open`, read, write) und ignoriert passive Explorer-Hintergrundabfragen (`metadata`, `read_dir`).
- LZ4-Kompression: Schwellenwert von mindestens 64 Bytes Ersparnis eingeführt (`compressed.len() + 64 <= plaintext.len()`).
## [0.2.0] - 2026-09-08
### Added
- **Transparente LZ4-Kompression**:
- `lz4_flex` Integration mit Frame-Format vor der AEAD-Verschlüsselung.
- Adaptiver Fallback: Chunks werden nur komprimiert, wenn mindestens 64 Bytes gespart werden.
- Transparente On-the-Fly Dekompression bei Leseoperationen.
- **Disaster Recovery & Integrität**:
- BIP-39 Mnemonic Seed Phrases (24 Wörter) für Master-Key Recovery.
- `sanctum recovery-key`: Export und Anzeige des BIP-39 Notfallschlüssels.
- `sanctum backup` & `sanctum restore`: Konsistente Online-Sicherungen via SQLite Backup API mit WAL-Flush.
- `sanctum verify`: Vollständige kryptografische Integritätsprüfung aller AEAD-Chunks und B-Tree-Validierung.
- **Windows Explorer Integration & Bedienkomfort**:
- `sanctum register` & `sanctum unregister`: Windows-Kontextmenü im Explorer (`HKCU\Software\Classes\.sanctum`, "In Sanctum öffnen", Icon-Zuordnung).
- Intelligente Erkennung freier Laufwerksbuchstaben (von Z: abwärts).
- Automatisches Öffnen des gemounteten Laufwerks im Windows Explorer.
- System-Tray Icon (`tray-icon`) im Windows Infobereich mit Status und schnellem Unmount.
- **Explorer Anti-Leak Shield & OpSec**:
- Windows Anti-Leak Filter: Blockiert `thumbs.db`, `desktop.ini`, `*.tmp`, Office-Lockfiles (`~$*`) und NTFS Alternative Data Streams (`:Zone.Identifier`).
- Activity Tracking & Inaktivitäts-Timeout: Automatischer Unmount bei Leerlauf.
- Windows Session Lock Monitor: Registrierung für `WTS_SESSION_LOCK` mit sicherem Auto-Unmount beim Sperren des PCs.
- **Storage Compaction & Anti-Forensics**:
- SQLite Incremental Auto-Vacuum (`PRAGMA auto_vacuum = INCREMENTAL;`) zur physikalischen Freigabe ungenutzter Dateiseiten an das Host-Dateisystem.
- Kryptografisches Chunk-Shredding: Chunks werden vor dem Löschen/Abschneiden mit CSPRNG-Zufallsrauschen überschrieben.
- `sanctum compact`: Manuelles oder beim Aushängen automatisches Freigeben von Freelist-Pages.
- Plausible Deniability (Hidden Vault): Dual-Slot Header-Architektur. Unbenutzte Slots enthalten ununterscheidbares CSPRNG-Rauschen.
- `sanctum init --with-hidden`: Erstellung zweier getrennter Safes (Decoy & Hidden) mit individuellen Passphrasen und BIP-39 Recovery-Karten.
- Vollständige Dateinamen-Verschlüsselung für den Hidden Vault.
- **Passwort-Verwaltung (`sanctum passwd`)**:
- Sofortiges Ändern des Master-Passworts über DEK-Rewrapping mit neuem Argon2id-Salt und KEK-Parametern ohne Neuverschlüsselung der Nutzdaten. Multi-Slot fähig.
## [0.1.0] - 2026-09-07
### Added
- **Sanctum CLI (`sanctum.exe`)**: Eigenständige, hochperformante Userland-Anwendung zur Verwaltung verschlüsselter Ein-Datei-Container unter Windows 10/11.
- **Kryptografie & Schlüsselableitung**:
- Argon2id KDF ($M=64\,\text{MB}, T=3, P=4$) zur Ableitung des KEK aus dem Master-Passwort.
- AES-256-GCM DEK-Wrapping mit Nonce und Authentifizierungs-Tag.
- 1-MB Chunk AEAD-Verschlüsselung mit AAD (`node_id || chunk_index`) zum vollständigen Schutz gegen Swap- und Block-Vertauschungsangriffe.
- Speichersicherheit: Verwendung von `zeroize::Zeroizing` für sensible kryptografische Schlüssel im RAM.
- **Speicherschicht**:
- SQLite3-Container im WAL-Modus (`PRAGMA journal_mode = WAL;`, `PRAGMA synchronous = NORMAL;`, `PRAGMA page_size = 8192;`).
- Automatische Checkpoints (`PRAGMA wal_checkpoint(TRUNCATE)`).
- Dynamisches Wachstum bis über 100 GB in exakt einer Host-Datei (`.sanctum`).
- **WebDAV & Windows Explorer Integration**:
- Eingebetteter WebDAV-Server auf `127.0.0.1` (`dav-server` + `hyper`).
- Automatisches Einhängen über Windows-Bordmittel (`net use <DRIVE>: http://127.0.0.1:<PORT>/ /persistent:no`) ohne Administratorrechte und ohne Treiber (kein WinFsp, kein Dokan).
- Volle Unterstützung für `DavFileSystem`, `DavFile`, Metadaten und `symlink_metadata` für WebDAV MOVE/Rename-Operationen im Explorer.
- Saubere URL-Decodierung bei Pfaden mit Leerzeichen, Kommas und Umlauten.
- **CLI & UX**:
- Automatische Windows-Konsolen-Initialisierung auf UTF-8 (`CP 65001`) und Virtual Terminal Processing.
- Strukturierte Statusausgabe (`init`, `mount`, `unmount`) mit Status-Boxen und Fortschrittsanzeige.
- Automatischer Shutdown-Handler (`Ctrl+C`) mit sicherem Aushängen des Netzlaufwerks und WAL-Checkpointing.
- **Release Management**:
- Automatisches Packaging-Skript `scripts/package-release.ps1` mit SHA-256 Checksummen.
- Gitea Actions CI/CD Pipeline (`.gitea/workflows/release.yaml`).